Die Bioökonomie ist Bestandteil der Green Economy. Diese wird als eine Ökonomie verstanden, die den ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht wird. Handlungsfelder der Green Economy umfassen Ressourcen und Produktion, Finanzdienstleistungen und Nachhaltigkeit, nachhaltigen Konsum, die Energieversorgung und –nutzung, Mobilitätssysteme, Infrastrukturen sowie intelligente Versorgungssysteme für die zukünftige Gestaltung von Städten. Die Bioökonomie beschreibt den Teil der Green Economy, der auf der nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen wie Pflanzen, Mikroorganismen und Tieren basiert.

Bioökonomie Welt3

 

Mit der nationalen Politikstrategie Bioökonomie gibt die deutsche Bundesregierung den Rahmen und die Zielvorgaben für ein nachhaltiges Wirtschaften mit nachwachsenden Ressourcen vor. Darin wird die Bioökonomie als ein Konzept beschrieben, das sich an natürlichen Stoffkreisläufen orientiert und alle Wirtschaftsbereiche umfasst, die nachwachsende Ressourcen wie Pflanzen, Tiere sowie Mikroorganismen und deren Produkte erzeugen, be- und verarbeiten, nutzen und damit handeln. Damit werden der Bioökonomie sowohl Wirtschaftsbereiche des primären Sektors, zum Beispiel die Land- und Forstwirtschaft, als auch Bereiche des sekundären (produzierendes Gewerbe) und des tertiären Sektors (Dienstleistungssektor) zugeordnet.

Die Nutzung der durch die Urproduktion gelieferten biologischen Rohstoffe findet in den Bereichen Lebensmittel- und Futterproduktion, sowie durch die stoffliche und energetische Verwertung statt. Im englischen Sprachgebrauch fasst daher auch der Begriff der 4F (Food, Feed, Fibre, Fuel) die Themenfelder der Bioökonomie zusammen. Damit zählen neben den Urproduzenten auch Unternehmen der Ernährungsindustrie sowie weiterer Sektoren, zum Beispiel die Chemie- und die Pharmaindustrie, die Automobil-, Papier- und Textilwirtschaft sowie die Energiewirtschaft, zur Bioökonomie. Maßgeblich ist dabei die Vision eines nachhaltigen, auf der innovativen und effizienten Nutzung erneuerbarer biologischer Ressourcen sowie biogenen Rest und Abfallstoffen basierenden Wirtschaftskonzepts. Um diese Vision realisieren zu können, ist die sektoren- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Akteuren aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und der Gesellschaft notwendig.

Der Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern wurde 2015 durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einberufen. Als unabhängiges Beratungsgremium erarbeitet er Empfehlungen und gibt Impulse für die Entwicklung einer bayerischen Bioökonomiestrategie.

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Die Bioökonomie

Die Bioökonomie beschreibt die Transformation zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Sie basiert auf dem Wissen über biologische Prozesse und der Nutzung dieses Wissens für die Entwicklung von Technologien und innovativen Produkten.

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