Nachhaltiges Wirtschaften auf Basis nachwachsender Rohstoffe

Die Bioökonomie umfasst alle Wirtschaftsbereiche, die nachwachsende Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen erzeugen, be- und verarbeiten, nutzen und damit handeln. Die Vermeidung von Abfall und eine möglichst häufige Wiederverwertung der Materialien (Kreislaufwirtschaft) helfen, die Rohstoffe effizient zu nutzen. Die deutsche Bundesregierung gibt mit der nationalen Politikstrategie Bioökonomie den Rahmen und die Zielvorgaben für ein nachhaltiges Wirtschaften mit nachwachsenden Ressourcen vor.

Wissen als Grundlage der Bioökonomie
Ökologische, (bio)technologische und sozioökonomische Forschung bilden die Grundlage für die nachhaltige und innovative Gestaltung dieser Wirtschaftsweise. Dieses Wissen findet in der Land- und Forstwirtschaft sowie in einer Vielzahl produzierender Gewerbe Anwendung. Die Nutzung der durch die Land- und Forstwirtschaft produzierten Rohstoffe findet vorrangig in der Lebens- und Futtermittelproduktion statt. Rohstoffe, die nicht für die Nahrungsmittelproduktion benötigt werden, werden stofflich (industriell) und energetisch genutzt.

Branchenübergreifende Zusammenarbeit
Im englischen Sprachgebrauch fasst der Begriff der 4F (Food, Feed, Fibre, Fuel) die Themenfelder der Bioökonomie zusammen. Damit zählen neben den Urproduzenten auch Unternehmen der Ernährungsindustrie sowie weiterer Sektoren, zum Beispiel die Chemie und die Pharmaindustrie, die Automobil-, Papier- und Textilwirtschaft sowie die Energiewirtschaft zur Bioökonomie. Maßgebliches Ziel ist die nachhaltige, innovative und effiziente Nutzung erneuerbarer biologischer Ressourcen sowie biogener Rest- und Abfallstoffe. Dieses Ziel erfordert die sektoren- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Akteuren aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung
Die Bioökonomie ist Bestandteil der Green Economy. Diese wird als eine Ökonomie verstanden, die den ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht wird. Handlungsfelder der Green Economy umfassen Ressourcen und Produktion, Finanzdienstleistungen und Nachhaltigkeit, nachhaltigen Konsum, die Energieversorgung und –nutzung, Mobilitätssysteme, Infrastrukturen sowie intelligente Versorgungssysteme für die zukünftige Gestaltung von Städten. Die Bioökonomie beschreibt den Teil der Green Economy, der auf der nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen wie Pflanzen, Mikroorganismen und Tieren basiert.

 

Bioökonomie Welt3

 

 

Der Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern berät das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zur Weiterentwicklung der Bioökonomie. Als unabhängiges Beratungsgremium erarbeitet er Empfehlungen und gibt Impulse für die Entwicklung einer bayerischen Bioökonomiestrategie.

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Die Bioökonomie

Die Bioökonomie beschreibt die Transformation zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Sie basiert auf dem Wissen über biologische Prozesse und der Nutzung dieses Wissens für die Entwicklung von Technologien und innovativen Produkten.

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