Am Montag, den 07. März 2016, fand im Hotel Asam in Straubing das 23. C.A.R.M.E.N.-Forum statt. Rund 180 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besuchten die Veranstaltung zum Thema „Bioökonomie – Lösungen für die Zukunft" und diskutierten die vorgestellten Konzepte. Unter den hochkarätigen Referenten befanden sich auch Vertreter des Sachverständigenrats Bioökonomie Bayern.

Prof. Dr. Markus Vogt befasste sich in seinem Vortrag mit den ethischen Voraussetzungen für die Entwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie. Er betonte die Rolle der Bioökonomie zur Förderung von Integrationsprozessen entlang der Wertschöpfungskette. Die reine Technologisierung biobasierter Wertschöpfungsketten widerspreche dem der Bioökonomie zu Grunde liegendem Nachhaltigkeitsprinzip.

In den Fachblöcken „Nachhaltige Ressourcenbereitstellung" und „Innovative und effiziente Ressourcennutzung" referierten Experten der Branche über die Stellung der Land- und Forstwirtschaft in der Bioökonomie und veranschaulichten durch Best Practice Beispiele, welche Möglichkeiten die Bioökonomie bereits heute bietet:

Prof. Dr. Iris Lewandowski stellte den steigenden Bedarf an nachhaltig produzierter Biomasse in optimaler Qualität und konkurrenzfähigen Preisen für die stoffliche Nutzung heraus. Dies erfordere eine stärkere Einbindung der Landwirte in Wertschöpfungsketten und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Eine Steigerung der Produktion von Agrarprodukten sei eher durch nachhaltige Intensivierung und Nutzung von Reststoffen als durch eine Ausweitung von Agrarflächen und der Nutzung marginaler Flächen zu erreichen.

Dr. Friedrich von Hesler präsentierte das Bioraffineriekonzept von Novamont. Das Modell verfolgt eine nachhaltige Wirtschaft, die den ländlichen Raum stärkt. Dr. von Hesler betonte, dass für den Erfolg dieses Modells nicht nur die enge Zusammenarbeit der unmittelbar an der Wertschöpfungskette beteiligten Organisationen und Unternehmen entscheidend sei, sondern auch die Unterstützung durch zivilgesellschaftliche Interessensverbände, Kirchen und Behörden.

Im Rahmen der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, darunter Herr StM Helmut Brunner, Herr Prof. Dr. Weiger (BUND Naturschutz) und Frau Breithaupt-Endres (Verbraucherzentrale Bayern e.V.), bestand Einigkeit unter den Teilnehmern, dass der Ausbau der Bioökonomie nur im Dialog mit allen Anspruchsgruppen erfolgen kann.

Veröffentlicht am: 07.03.2016

 


 

Der Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern berät das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zur Weiterentwicklung der Bioökonomie. Als unabhängiges Beratungsgremium erarbeitet er Empfehlungen und gibt Impulse für die Entwicklung einer bayerischen Bioökonomiestrategie.

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Die Bioökonomie

Die Bioökonomie beschreibt die Transformation zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Sie basiert auf dem Wissen über biologische Prozesse und der Nutzung dieses Wissens für die Entwicklung von Technologien und innovativen Produkten.

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