Bioökonomie bezeichnet die wissensbasierte Erzeugung und Nutzung biologischer Ressourcen, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, mit Hilfe von Forschung und Innovation einen Strukturwandel von einer erdöl- hin zu einer biobasierten Industrie zu ermöglichen. Dieser Wandel ist verbunden mit großen Chancen für Wachstum und Beschäftigung, als auch mit der Möglichkeit, international Verantwortung für die Welternährung, Rohstoff- und Energieversorgung aus Biomasse sowie den Klima- und Umweltschutz zu übernehmen.

Zwischen 2010 und 2016 werden im Rahmen der >„Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ der Bundesregierung 2,4 Milliarden Euro für Forschung zur Umsetzung einer wissensbasierten Bioökonomie zur Verfügung gestellt. Hierfür wurden fünf prioritäre Handlungsfelder definiert:

  • Weltweite Ernährungssicherheit
  • Nachhaltige Agrarproduktion
  • Gesunde und sichere Lebensmittel
  • Industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe
  • Energieträger auf Basis von Biomasse

 
Um Zielkonflikte zwischen diesen Handlungsfeldern aufzulösen, werden ganzheitliche Ansätze benötigt, die gleichermaßen ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Belange berücksichtigen und integrieren. Ernährungssicherheit muss vor industriellen und energetischen Nutzungsformen jedoch stets Vorrang haben. Das Erreichen der Ziele in den jeweiligen Handlungsfeldern erfordert neue Impulse, die durch Interdisziplinarität, internationale Zusammenarbeit, Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie gesellschaftlichen Dialog gezielt gefördert werden. Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung 2009 den >Bioökonomierat als unabhängiges Beratungsgremium einberufen. Die Ratsmitglieder nutzen ihre breite Expertise um nachhaltige Lösungen in einem globalen Kontext anzubieten und die Bundesregierung bei der Umsetzung der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" sowie der „Nationalen Politikstrategie Bioökonomie" zu beraten. Darüber hinaus fördert der Rat den gesellschaftlichen Dialog, um die Akzeptanz für den Strukturwandel zu fördern.

 

In Bayern hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) ein Konzept für die Bioökonomie auf Landesebene erarbeitet. Mit der Broschüre >„Bioökonomie für Bayern zeigt das StMELF Praxisbeispiele und Umsetzungspotenziale der Bioökonomie in Bayern auf. Dabei steht neben der Wirtschaft auch der Konsument im Fokus. Zentrale Leitthemen für die Entwicklung einer biobasierten und an natürlichen Stoffkreisläufen orientierten Wirtschaftsweise in Bayern fasst das StMELF in fünf Handlungsfeldern zusammen:

  • Nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln und Biomasse
  • Entwicklung und Verbesserung biobasierter Produkte
  • Schaffung politischer Rahmenbedingungen
  • Ausbau der (inter)nationalen Vernetzung
  • Kommunikation sozioökonomischer Vorteile

Der Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern wurde 2015 durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einberufen. Als unabhängiges Beratungsgremium erarbeitet er Empfehlungen und gibt Impulse für die Entwicklung einer bayerischen Bioökonomiestrategie.

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Die Bioökonomie

Die Bioökonomie beschreibt die Transformation zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Sie basiert auf dem Wissen über biologische Prozesse und der Nutzung dieses Wissens für die Entwicklung von Technologien und innovativen Produkten.

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